Spermidin kommt natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln vor. Besonders hohe Mengen finden sich beispielsweise in Weizenkeimen, Sojabohnen, gereiftem Käse und Pilzen. Doch auch verschiedene Gemüse-, Obst- und Getreidesorten können zur Aufnahme von Spermidin über die Ernährung beitragen.
In diesem Artikel erfährst du, welche Lebensmittel Spermidin enthalten, wie hoch ihr Spermidingehalt ist und wie du spermidinreiche Lebensmittel einfach in deine Ernährung integrieren kannst.
Was ist Spermidin?
Spermidin ist eine natürliche Verbindung aus der Gruppe der Polyamine und kommt in den Zellen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen vor. Der Körper verfügt über einen eigenen Polyaminstoffwechsel; zusätzlich kann Spermidin über die Ernährung aufgenommen werden.
In der Forschung wird Spermidin unter anderem im Zusammenhang mit verschiedenen zellulären Prozessen untersucht. Wenn du mehr über das Molekül, seine Funktionen und den aktuellen Forschungsstand erfahren möchtest, findest du die Hintergründe in unserem Artikel „Was ist Spermidin?“.
Spermidin in Lebensmitteln: Wo kommt es her?
Spermidin kommt in vielen verschiedenen Lebensmitteln vor. Dazu gehören Gemüse und Obst, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Käse, Pilze sowie weitere pflanzliche und tierische Lebensmittel. Besonders hohe Spermidingehalte finden sich beispielsweise in Weizenkeimen, Sojabohnen, gereiftem Käse und Pilzen.
Auch eine mediterran geprägte Ernährung umfasst viele Lebensmittel, die Spermidin enthalten, darunter Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Weitere Spermidinquellen sind beispielsweise Erbsen, Mais, Sellerie und Kopfsalat
Welche Lebensmittel sind besonders spermidinreich?
Der Spermidingehalt unterscheidet sich je nach Lebensmittel. Zu den relevanten Quellen gehören:
- Käse: Bestimmte gereifte Käsesorten wie Cheddar enthalten vergleichsweise hohe Mengen an Spermidin.
- Pilze: Auch Speisepilze wie Champignons, Austernpilze und Shiitake enthalten Spermidin.
- Hülsenfrüchte: Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte sowie daraus hergestellte Lebensmittel wie Tofu sind natürliche Spermidinquellen.
- Weizenkeime: Weizenkeime gehören zu den Lebensmitteln mit einem besonders hohen Spermidingehalt.
- Obst und Gemüse: Auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten enthalten Spermidin, darunter grüne Erbsen, Brokkoli, Mais, Sellerie sowie verschiedene Früchte.
Gut zu wissen: Weizenkeime weisen einen deutlich höheren Spermidingehalt auf als viele stärker verarbeitete Getreideprodukte. Wie groß die Unterschiede zwischen einzelnen Lebensmitteln sind, zeigt die folgende Tabelle.
Spermidingehalt von Lebensmitteln im Vergleich
Wie viel Spermidin ein Lebensmittel enthält, unterscheidet sich teils deutlich. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl verschiedener Lebensmittel und ihren Spermidingehalt. Die Angaben basieren auf den in dieser Studie zusammengetragenen Daten.
| Lebensmittel | Spermidingehalt (mg/kg) |
| Weizenkeime | ca. 380 |
| Sojabohnen | 207 |
| Cheddar (mind. ein Jahr gereift) | 199 |
| Pilze | 88,6 |
| Erbsen | 65,2 |
| Brokkoli | 41,3 |
| Mango | 30 |
| Blumenkohl | 24,8 |
| Kartoffeln | 23,5 |
| Haselnüsse | 21,0 |
| Spinat | 17,8 |
| Sellerie | 14,2 |
| Organgen | 8,4 |
| Grüner Tee | 6,0 |
| Reis (weiß) | 3,9 |
Die angegebenen Werte dienen als Orientierung. Der tatsächliche Spermidingehalt eines Lebensmittels kann variieren.
Spermidinreiche Lebensmittel in die Ernährung integrieren
Spermidinreiche Lebensmittel lassen sich auf unterschiedliche Weise in die tägliche Ernährung integrieren. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten enthalten Spermidin und können beispielsweise als Snack oder als Bestandteil von Smoothies, Salaten und anderen Gerichten auf dem Speiseplan stehen.
Auch Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte sind natürliche Spermidinquellen. Sojabohnen lassen sich beispielsweise in Salaten, Suppen und Eintöpfen verwenden. Auch daraus hergestellte Lebensmittel wie Tofu oder Tempeh können in verschiedene Mahlzeiten integriert werden.
Weizenkeime gehören zu den Lebensmitteln mit einem besonders hohen Spermidingehalt. Du kannst sie beispielsweise in Müsli oder Joghurt geben oder beim Backen verwenden.
Spermidin ist auch in bestimmten Getränken enthalten. Grüner Tee und Orangensaft können beispielsweise Spermidin enthalten.
Spermidin aus Lebensmitteln oder Supplements?
Wie viel Spermidin wir über die Nahrung aufnehmen, hängt davon ab, welche Lebensmittel wir regelmäßig essen und wie hoch deren jeweiliger Spermidingehalt ist. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit spermidinreichen Lebensmitteln wie Weizenkeimen, Hülsenfrüchten oder Pilzen kann entsprechend zur Spermidinaufnahme beitragen.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich die zugeführte Menge dagegen genauer bestimmen: Sie enthalten eine festgelegte Menge Spermidin pro Portion, während der Spermidingehalt natürlicher Lebensmittel variieren kann. Das macht die tägliche Zufuhr über ein Supplement besser planbar. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine zusätzliche Supplementierung grundsätzlich notwendig oder der Aufnahme über Lebensmittel überlegen ist.
Ob Spermidin über Lebensmittel oder als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen wird, hängt daher auch von den individuellen Ernährungsgewohnheiten ab.
Bei MOLEQLAR sind Spermidin-Kapseln sowohl auf Basis von Weizenkeimextrakt als auch von Sojabohnenextrakt erhältlich.“
Unser Fazit zu Spermidin in Lebensmitteln
Spermidin kommt natürlicherweise in zahlreichen Lebensmitteln vor – die enthaltenen Mengen unterscheiden sich jedoch teils deutlich. Besonders spermidinreiche Lebensmittel sind Weizenkeime, Sojabohnen, gereifter Käse und Pilze, aber auch verschiedene Hülsenfrüchte, Gemüse- und Obstsorten enthalten das Polyamin. Wer Spermidin über die Ernährung aufnehmen möchte, kann diese Lebensmittel gezielt in einen abwechslungsreichen Speiseplan integrieren. Nahrungsergänzungsmittel bieten zusätzlich die Möglichkeit, eine festgelegte Menge Spermidin pro Portion aufzunehmen.
