Magnesiummalat ist eine spezielle Magnesiumverbindung, die in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird. Magnesium selbst ist ein essenzieller Mineralstoff und an zahlreichen Funktionen im Körper beteiligt. Neben Magnesiummalat gibt es weitere Magnesiumformen wie Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumtaurat, die wir in anderen Artikeln bereits vorgestellt haben. In diesem Beitrag erfährst du, was Magnesiummalat auszeichnet und wie es sich von anderen Magnesiumverbindungen unterscheidet.
Was ist Magnesiummalat?
Magnesiummalat ist eine organische Magnesiumverbindung, bei der Magnesium an Apfelsäure (Malat) gebunden ist. Apfelsäure ist eine natürlich vorkommende Fruchtsäure, die in vielen Obstsorten enthalten ist und auch im menschlichen Stoffwechsel eine Rolle spielt.
Chemisch betrachtet handelt es sich bei Magnesiummalat um ein Salz der Apfelsäure, das dem Körper Magnesium in gebundener Form zur Verfügung stellt. Wie andere organische Magnesiumverbindungen unterscheidet sich auch Magnesiummalat in seiner chemischen Struktur von anorganischen Magnesiumsalzen. Diese strukturellen Unterschiede können sich unter anderem auf physikalische Eigenschaften wie die Löslichkeit auswirken.
Malat im Alltag:
Apfelsäure kommt nicht nur in Äpfeln vor, sondern auch in anderen Früchten wie Trauben oder Quitten. Sie wird häufig als Säuerungsmittel in Lebensmitteln wie Getränken oder Süßigkeiten eingesetzt. Darüber hinaus findet Apfelsäure auch in der Kosmetikindustrie Verwendung, zum Beispiel in verschiedenen Pflegeprodukten.
Magnesiummalat als Nahrungsergänzungsmittel
Magnesiummalat ist eine von mehreren Magnesiumverbindungen, die in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden. Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der über die tägliche Ernährung aufgenommen werden muss. Da nicht immer ausreichend Magnesium über Lebensmittel zugeführt wird, greifen manche Menschen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Dafür stehen verschiedene Magnesiumverbindungen zur Verfügung, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Eigenschaften unterscheiden. Magnesiummalat wird häufig in Kombination mit anderen Magnesiumverbindungen in einem Magnesium-Komplex angeboten.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft Magnesiummalat als zugelassene Magnesiumquelle für die Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln ein. Besondere Sicherheitsbedenken, die über die allgemeinen Effekte von Magnesium hinausgehen, sind für diese Verbindung nicht beschrieben. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln solltest du jedoch beachten, dass sie keinen Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung darstellen.
Wirkung und Forschung von Magnesiummalat
Welche Wirkungen hat Magnesium?
Wenn es um Magnesium geht, sind viele der bekannten Eigenschaften gut erforscht – und sie gelten nicht nur für eine einzelne Magnesiumform, sondern für Magnesium ganz allgemein. Entsprechend gelten die zugelassenen Health Claims immer für Magnesium allgemein und nicht für eine spezifische Magnesiumform.
Zu den anerkannten Aussagen gehört unter anderem, dass Magnesium zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt, eine normale Muskelfunktion unterstützt und an der normalen Funktion des Nervensystems beteiligt ist. Auch das Elektrolytgleichgewicht im Körper steht in Zusammenhang mit einer ausreichenden Magnesiumzufuhr. Diese Eigenschaften gelten unabhängig davon, ob Magnesium beispielsweise als Malat, Citrat oder in einer anderen Form aufgenommen wird.
Forschung zu Magnesiummalat
Was Magnesiummalat darüber hinaus aus wissenschaftlicher Sicht interessant macht, ist die zweite Komponente der Verbindung: Apfelsäure, auch Malat genannt. Malat ist ein natürlicher Bestandteil des Zitronensäure- beziehungsweise Krebs-Zyklus, einem zentralen Stoffwechselweg der zellulären Energiegewinnung. Vor diesem Hintergrund wird Magnesiummalat in der Forschung als eine Magnesiumform diskutiert, die theoretisch in Prozesse der Energieproduktion eingebunden sein könnte.
In experimentellen Tierstudien wurde untersucht, wie sich Magnesium in Kombination mit Malat im Organismus verteilt. Dabei wurden unter anderem Veränderungen der Magnesiumkonzentration im Muskelgewebe und im Gehirn beobachtet. Zudem wurden in diesen Studien Hinweise auf geringere Stress- und Angstreaktionen beschrieben.
Die meisten beschriebenen Effekte beziehen sich somit auf Magnesium allgemein. Malat kann dabei als eine interessante Zusatzkomponente betrachtet werden, die derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Forschung ist.
Magnesiummalat vs. andere Magnesiumverbindungen
Magnesiummalat ist eine von mehreren Magnesiumverbindungen, die sich in chemischer Struktur, Löslichkeit und Verfügbarkeit unterscheiden. Grundsätzlich wird zwischen organischen und anorganischen Magnesiumverbindungen unterschieden.
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Magnesiumverbindung |
Verbindungstyp |
Chemische Bindung |
Löslichkeit |
Bioverfügbarkeit |
|
Magnesiummalat |
organisch |
Magnesium + Apfelsäure |
gut löslich |
in Studien als höher beschrieben |
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organisch |
Magnesium + Zitronensäure |
gut löslich |
in Studien als höher beschrieben |
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anorganisch |
Magnesium + Sauerstoff |
gering löslich |
niedriger beschrieben |
Magnesium ist sowohl in organischen als auch in anorganischen Verbindungen verfügbar. Zu den organischen Magnesiumverbindungen zählen unter anderem Magnesiummalat und Magnesiumcitrat, während Magnesiumoxid oder Magnesiumsulfat zu den anorganischen Formen gehören. Diese unterscheiden sich vor allem in ihrer chemischen Struktur sowie in physikalischen Eigenschaften wie der Löslichkeit.
In wissenschaftlichen Studien wird beschrieben, dass organische Magnesiumverbindungen im Vergleich zu anorganischen Verbindungen häufig eine höhere Bioverfügbarkeit aufweisen.
Gibt es Nebenwirkungen bei Magnesiummalat?
Für Magnesiummalat sind keine besonderen Nebenwirkungen bekannt, die über die allgemeinen Effekte von Magnesium hinausgehen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft Magnesiummalat als zugelassene Magnesiumquelle für Nahrungsergänzungsmittel ein; besondere Sicherheitsbedenken sind für diese Verbindung nicht beschrieben.
Wie bei Magnesium allgemein können bei einer zu hohen Zufuhr jedoch gastrointestinale Beschwerden auftreten, insbesondere weicher Stuhl oder Durchfall. Bei gesunden Erwachsenen gelten Magnesiumsupplemente in üblichen Dosierungen in der Regel als gut verträglich. Schwerwiegendere Nebenwirkungen werden vor allem bei sehr hohen Dosierungen oder bei eingeschränkter Nierenfunktion beschrieben. Bei anhaltenden Beschwerden kann es sinnvoll sein, die Dosierung anzupassen oder ärztlichen Rat einzuholen.
Fazit – Magnesiummalat im Überblick
Magnesiummalat ist eine organische Magnesiumverbindung, die als zugelassene Magnesiumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt wird. Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zu einer normalen Muskelfunktion bei – unabhängig von der jeweiligen Magnesiumform. Unterschiede zwischen Magnesiummalat und anderen Magnesiumverbindungen ergeben sich vor allem aus ihrer chemischen Struktur und ihren physikalischen Eigenschaften. Welche Form individuell geeignet ist, hängt von persönlichen Bedürfnissen, Dosierung und Verträglichkeit ab.